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Vorbereitung für das Studium – So klappt der Einstieg optimal

“Das Semester beginnt erst im September/ Oktober ? bis dahin brauche ich mir um das Hochschulleben ja noch keine weiteren Gedanken zu machen.” Wer so denkt, könnte beim Studienstart in Stress geraten. Besser ist es, zumindest einen Teil der letzten Schulferien für sorgfältige Vorbereitungen zu nutzen. Manche Dinge müssen auf jeden Fall vorab geregelt werden, andere hätten vielleicht noch Zeit, doch es ist besser, sich früh darum zu kümmern.

Die Einschreibung

Dies ist zum Beispiel eine Sache, die du auf jeden Fall vor Beginn des Semesters erledigen musst, andernfalls ist der Studienplatz schnell wieder weg. Normalerweise ist die erforderliche Einschreibung kaum zu übersehen, weil man mit der Zusage des Studienplatzes dazu aufgefordert wird. Doch es hat schon manch einer die Bewerbung mit der Einschreibung verwechselt, die auch als Immatrikulation bekannt ist. Bei zulassungsfreien Studiengängen verhält es sich anders: Da es hier kein Bewerbungsverfahren gibt, kann man sich direkt immatrikulieren beziehungsweise anmelden. Der Begriff kommt von übrigens „Matrikel“, was so viel wie Personenverzeichnis bedeutet. Erst, wenn du dich immatrikuliert hast (und eine “Matrikelnummer” erhalten hast), wirst du offiziell als Studentin oder Student bei der Hochschule geführt.

Wohnungssuche

Noch eine unvermeidbare Angelegenheit, zumindest, wenn sich die Hochschule nicht am Heimatort befindet. Zwischen dem Umzug und dem ersten Studientag sollten mindestens einige Tage liegen, um in Ruhe ankommen zu können. Wer möchte sich schon zwischen halb ausgepackten Kisten und unbefestigten Regalen auf einen neuen Lebensabschnitt konzentrieren? Damit es kein „Einzug in letzter Minute“ wird ? oder gar das Semester bereits begonnen hat ? solltest du mit der Zimmer- bzw. Wohnungssuche so früh wie möglich beginnen. Bedenke dabei, dass der Wohnungsmarkt in den verschiedenen Städten sehr unterschiedlich aussehen kann. In Metropolen wie München oder Hamburg ist es relativ schwierig, kurzfristig eine Bleibe zu finden, doch auch in den kleineren Universitätsstädten ist der Andrang kurz vor Semesterbeginn meist größer.

WG, Wohnheim oder Wohnung?

Diese drei Optionen bieten sich in der Regel, und jede hat so ihre Vor- und Nachteile. Das Leben in einer Wohngemeinschaft ist für viele die schönste und spannendste Möglichkeit. Man ist nicht allein, teilt Küche, Wohnzimmer und Bad mit anderen, was Kosten spart. Ähnlich verhält es sich in Studentenwohnheimen ? mit einem entscheidenden Unterschied: Während sich die Hauptmieter von WGs ihre Mitbewohner aussuchen, um zu sehen, ob man zueinander passt, findet sich in den Studentenwohnheimen eine bunt zusammengewürfelte Mischung von Leuten, die sich vorher meist nicht einmal kennengelernt haben. Das kann natürlich auch besonders interessant sein.

Die Sache mit dem Mietvertrag

Wer sehr ruhebedürftig ist und lieber „sein Ding macht“, ist in einer eigenen Wohnung wohl am besten aufgehoben. Der Nachteil: Die Gesamtkosten sind oft höher, und nicht alle Hausbesitzer vermieten gerne an Studenten wegen des noch nicht vorhandenen bzw. zu geringen Einkommens. Eine Lösung wäre in diesem Fall, dass die Eltern als Bürgen einspringen oder den Mietvertrag unterschreiben. Natürlich muss mit dem Vermieter geklärt werden, wer tatsächlich in der Wohnung leben wird, damit es am Ende keinen Ärger gibt. Am besten gemeinsam zur Besichtigung erscheinen und das Thema gleich offen ansprechen! Eine vierte Option, die auch gelegentlich angeboten wird, sind Zimmer zur Untermiete. Dabei wohnt man bei einer Person, die ein oder mehrere Zimmer zur Verfügung stellt. Im Unterschied zur WG handelt es sich hier also eher um eine Zweckgemeinschaft. Manchmal verfügen solche Zimmer sogar über eine eigene Kochmöglichkeit oder/und einen separaten Hauseingang. Wer an den Wochenenden regelmäßig zu seiner Familie fährt, kann auch nach Zimmern Ausschau halten, die ausschließlich an „Wochenendheimfahrer“ vermietet werden.

Oft Voraussetzung: Das Vorpraktikum

Viele zulassungspflichtige Studiengänge sind an ein mehrwöchiges Vorpraktikum gebunden. Frühzeitige Praxiserfahrung soll sicherstellen, dass die Studentin oder der Student wirklich weiß, was auf ihn zukommt. Daher sollte dieses Praktikum sinnvollerweise, wie der Name schon sagt, vor Beginn des ersten Semesters absolviert werden, und es sich wichtig, sich entsprechend früh um einen Platz zu kümmern. Viele Hochschulen gestatten zwar, diese Maßnahme während der ersten Semester nachzuholen, wir raten aber davon ab: Zum einen nimmst du dir damit die Möglichkeit, deine Entscheidung für das Studium noch einmal zu überdenken, zum anderen ist die Hochschulzeit ohnehin schon prall gefüllt mit Terminen und Lernen. Also, auch hier gilt: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Mit dem Geld auskommen

An den alten Sprichwörtern ist durchaus etwas dran. „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, besagt ein weiteres. Im übertragenen Sinne bedeutet das auch: Das Studium ist eine Zeit, in der man noch nicht viel Geld verdient. Die wohl meisten Studentinnen und Studenten müssen während dieser Phase mit einem knappen Budget haushalten. Ein Finanzplan hilft, damit zurechtzukommen. Dazu solltest du die monatlich anfallenden Fixkosten wie Miete, Lebensunterhalt, Studiengebühren und Semesterticket, Versicherungen etc. notieren und ausrechnen, wie viel zur freien Verfügung bleibt. So ist auch schnell erkennbar, ob es einen argen Engpass geben wird, und es besteht noch die Möglichkeit, Lösungen zu suchen. Die wichtigsten Finanzierungskonzepte für das Studium findest du übrigens hier .

Sich rechtzeitig kümmern

Die erforderlichen Einkünfte solltest du dir frühzeitig sichern. Denn BAföG beispielsweise kann nicht rückwirkend beantragt werden. Wer die Antragsstellung „verpennt“, verschenkt also bares Geld. Auch einen Nebenjob gilt es bei Bedarf rechtzeitig zu suchen, zumal dann die Chance noch größer ist, eine Tätigkeit zu finden, die zum Studium passt und nicht den erstbesten Kneipen-Job annehmen zu müssen.

Vergünstigungen nutzen

In einigen Städten erhalten Studierende ein Begrüßungsgeld in Höhe von beispielsweise 100 Euro. Um diese Vergünstigung nutzen zu können, musst du zu Studienbeginn in der jeweiligen Stadt deinen Hauptwohnsitz gemeldet haben. Außerdem kannst du dich als Student von den Rundfunk- und Fernsehgebühren befreien lassen. Auch den Studentenausweis solltest du rechtzeitig beantragen, er sichert Ermäßigungen und Rabatte bei beispielsweise Theaterbesuchen, Abonnements, Handy-Tarifen, Girokonten und vielen mehr.

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